Die Welt des spanischen Flamencos ist ausgesprochen vielfältig. Gesang und Tanz, Text und Musik verbinden sich darin zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk. In der Lyrik hat er ein eigenes Genre begründet.

1. Episode: Getanzter Abschiedsschmerz: Die Sevillana „El Adiós“
Das Lied El Adiós (Der Abschied) – eine populäre „Sevillana“ – verweist mit seinem melancholischen Text und seiner schwungvollen Melodie auf die emotionale Ambivalenz des Flamencos.

2. Episode: Das trostlose Dasein und der Trost des Flamencos
Der Flamenco – das ist nicht nur die feurige Tänzerin, die sich in bunten Kleidern vor einem südlichen Himmel dreht. Flamencolieder können auch richtig düster sein – und dennoch mit Tänzen verbunden sein.

Spezialfolge: Im Labyrinth der Palos – ein kleiner Wegweiser durch die Flamenco-Welt
Dass die Welt des Flamencos so vielfältig ist, bedeutet zugleich, dass sie zuweilen etwas unübersichtlich ist. Deshalb bietet diese Episode einen kleinen Wegweiser durch das Labyrinth des Flamencos und seiner zahlreichen Spielarten – der „Palos“.

3. Episode: 3. Episode: Das Lügengespinst der Welt: Zwei Lieder im Petenera-Stil
Peteneras zählen zu den ernsteren Flamenco-Liedern im Stil des „Cante jondo“. Ihre melancholischen Texte kreisen häufig um die Tragik des menschlichen Daseins.

4. Episode: Das zerrissene Hemd der Identität
Camarón de la Islas Song Soy gitano (Ich bin ein Gitano) – ein Meilenstein des „Nuevo Flamenco“ – verweist auf die Wurzeln des Flamencos in der Kultur der spanischen Roma. Zugleich thematisiert er die Brüche, denen deren Identität in der modernen spanischen Gesellschaft ausgesetzt ist.

5. Episode: Göttliche Kreisel
Flamenco und Sufismus
Im Flamenco macht sich auch die maurische Vergangenheit Spaniens bemerkbar. Juan Peña Fernández („El Lebrijano“) hat dies in seiner Musik explizit thematisiert. Die Texte seiner Lieder weisen zuweilen ebenfalls eine Nähe zur orientalischen Mystik – dem Sufismus – auf.

6. Episode: Die spanischen Roma: Äußere Unterdrückung, innere Freiheit
Das Album Persecución (Verfolgung) von Félix Grande und „El Lebrijano“
Eine Reise in die Welt des Flamencos/6
Das Album Persecución (Verfolgung) von Félix Grande und „El Lebrijano“ kreist um das Schicksal der spanischen Roma (Calé). Es thematisiert sowohl die Geschichte ihrer jahrhundertelangen Unterdrückung als auch die innere Freiheit, die sie sich allen Widerständen zum Trotz bewahrt haben.

7. Episode: Der „franquistische“ Flamenco
Flamenco und Paso doble
Unter der Franco-Diktatur wurde der Flamenco als Instrument nationaler Selbstdarstellung missbraucht. Dies zeigt sich auch an dem Lied Paso doble, te quiero, das eine Vollendung des „ungezähmten“ Flamencos durch die spanische Mehrheitskultur suggeriert.

Coverbilder: 1.) Joaquín Sorolla y Bastida (1863 – 1923): Tanz in Sevilla (anlässlich der am 3. Mai begangenen Feier der Cruz de Mayo, eines mit dem Schmücken von Kreuzen verbundenen Frühlingsfestes; 1915); New York, Hispanic Society of America (Wikimedia commons)2.) Sibthorp: Flamenco Gold (1998); Wikimedia commons; 3.) Joseph van Lerius (1823 – 1876): Paul (zwischen 1855 und 1871); Coventry, Herbert Art Gallery and Museum (Wikimedia commons); 4.) Joseph van Lerius (1828 – 1876): Moza la Gitana (Wikimedia commons) 5.) IH: Fusion; 6.) Christen Dalsgaard (1824 – 1907): Angehörige eines fahrenden Volks bei der Heimkehr über die Heide mit ihrem Kind auf dem Rücken; Wikimedia commons 7.) Ailura: Radek Mucha und Yana Grishchenko beim Tanzen des Paso doble 2015 anlässlich des World DanceSport Championships (WDSC) in Schwechat/Niederösterreich (Wikimedia commons; modifiziert)
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