Übertragung ins Neuhochdeutsche und Hintergrundinformationen zu den Gedichten.

Teil 1: Walther von der Vogelweide – Dichterphilosoph und Vagabund
Teil 2: Walthers Minnelieder
Walther von der Vogelweide – Dichterphilosoph und Vagabund
Die zehnteilige Reihe über Walther von der Vogelweide ist eine Ergänzung zu dem Podcast über dessen Minnelieder. Sie legt den Schwerpunkt auf die Wechselbeziehungen zwischen seinem Leben und den historischen Entwicklungen seiner Zeit und widmet sich verstärkt seinem Alltag sowie seinem politischen und philosophischen Werk.
Episode 1: Wer war Walther von der Vogelweide?

Episode 2: Ein Leben im Schatten der Macht
In einer berühmten Elegie blickt Walther von der Vogelweide auf sein Leben zurück. Dessen Verlauf bleibt vielfach im Dunkeln, lässt sich jedoch in groben Linien aus seinen Versen rekonstruieren – denn in diesen nimmt er immer wieder auf politische Ereignisse seiner Zeit Bezug.

Episode 3: Geldnöte eines fahrenden Sängers
Als fahrender Sänger war Walther von der Vogelweide sein Leben lang auf die Mildtätigkeit seiner Gönner angewiesen. Bittgesänge und belohnungsträchtige Lobpreisungen der Reichen und Mächtigen waren daher ein fester Teil seines dichterischen Repertoires.

Episode 4: Ein Lehen als Existenzsicherung
In einem Dankgedicht an Friedrich II. feiert Walther von der Vogelweide den Erhalt eines Lehens, von dem er sich eine größere materielle Sicherheit versprach. Es gibt aber auch etliche dichterische Zeugnisse für sein Leiden unter seiner Existenz als höfischer „Betteldichter“.

Episode 5: Als Feingeist unter Rittern
In der berühmten Abbildung in der Manessischen Liederhandschrift wird Walther von der Vogelweide als eine Art Dichterkönig porträtiert. Sein Alltag als Dichter war jedoch von so vielen Hindernissen geprägt, dass er sich kaum sehr „königlich“ gefühlt haben dürfte.

Episode 6: Sommerträume in der Winterhölle
Den Widrigkeiten des Winters war man im Mittelalter weit stärker ausgesetzt als heute. Davon konnte auch Walther von der Vogelweide – im wahrsten Sinne des Wortes – „ein Lied singen“.

Episode 7: Der Zauberstab des Frühlings
Der Frühling läutete im Mittelalter nicht einfach nur die wärmere Jahreszeit ein. Er war auch das Tor zu einem freieren, ungebundeneren Leben. Dies erklärt die Euphorie, mit der Walther von der Vogelweide den Frühling begrüßt und in seinen Wintergedichten herbeisehnt.

Walthers Minnelieder
Episode 1: Die Verehrung der Unerreichbaren
Im ersten Teil der fünfteiligen Reihe über Minnelieder Walthers von der Vogelweide geht es, ausgehend von Gedichten Walthers, zunächst um grundsätzliche Fragen: Was ist das Wesen des Minnesangs? Wie ist er entstanden?

Episode 2: Das verschlossene Liebesglück
Kennzeichnend für die Lieder der „hohen“ Minne ist die Gleichzeitigkeit von Lobpreis der verehrten Frau und Entsagung. Dafür lassen sich sowohl historische als auch soziologische Erklärungsmuster anführen.

Episode 3: Der Körper der Göttin
Die vergeistigte „hohe“ und die körperbetontere „niedere“ Minne werden oft als voneinander getrennte Sphären betrachtet. In den Minneliedern Walthers von der Vogelweide können beide allerdings auch ineinander übergehen.

Episode 4: Die launische Liebesgöttin
Auf der Suche nach dem rechten Maß (der „mâze“) in der Liebe verwirft Walther von der Vogelweide allzu exzessive Sinnesfreuden. Aber auch der übersteigerten Verehrung der Angebeteten steht er skeptisch gegenüber.

Episode 5: Ebene Minne: Liebesglück „unter der Linde“

Bilder zu Teil 1: 1. Lars Staffanski: Walther-von-der-Vogelweide-Denkmal im Gmundner Viktoria-Luise-Park, errichtet 1926 von Alois Redl im Auftrag der Stadtgemeinde Gmunden (Wikimedia commons); 2.) Collage: Walther von der Vogelweide mit für sein Leben wichtigen Herrschern seiner Zeit; Mitte: Abbildung Walthers von der Vogelweide in der Manessischen Liederhandschrift; Herrscherporträts: 1. links vorne: Landgraf Hermann I. von Thüringen; Bild abgeleitet von einem Mosaik aus dem Jahr 1903 im U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz, ursprünglich im Hotel „Bayernhof“ (Potsdamer Straße), 1975 umgesetzt; Foto von Axel Mauruszat; 2. bis 4.: Idealisierte Darstellungen aus dem Kaisersaal des Frankfurter Rathauses („Römer“); Bestand des Historischen Museums Frankfurt/Main; von links nach rechts: Philipp Veit (1793 – 1877): Friedrich II. (1840); Alfred Rethel (1816 – 1859): Philipp von Schwaben (um 1842); Moritz Daniel Oppenheim (1800 – 1882): Otto IV. (1839); alle Bilder von Wikimedia commons; Collage mit Hilfe von Fotor erstellt; 3.) „Der Winsbeke“; Abbildung in der Großen Heidelberger (Manessischen) Liederhandschrift (Codex Manesse), um 1300 (Wikimedia commons); Collage auf der Grundlage von:“Der Taler“ (ein vermutlich aus dem Gebiet der heutigen Schweiz stammender Minnesinger); Abbildung in der Großen Heidelberger (Manessischen) Liederhandschrift (Codex Manesse), um 1300 (Wikimedia commons)
Bilder zu Teil 2: Bild Walthers von der Vogelweide in der Manessischen Liederhandschrift; zwischen 1305 und 1315 (Wikimedia commons); Alexej Sawrassow (Alexei Savrasov, 1830 – 1897): Winter (nach 1880); Kunstmuseum Wolgograd (Wikimedia commons); Axel Maruszat: Foto eines Mosaiks von Walther von der Vogelweide aus dem Jahr 1903 am Berliner U-Bahnhof Richard Wagner Platz (ursprünglich im Hotel „Bayernhof“, Potsdamer Straße, 1975 umgesetzt); Wikimedia commons; Begleitbild für Graf Kraft II. von Toggenburg aus dem 1300 und 1340 erstellten Korpus des Codex Manesse (Manessische/Große Heidelberger Liederhandschrift), der bedeutendsten Sammlung mittelalterlicher Lieder und Gedichte (Wikimedia commons). Frederick Vezin (1859 – 1933): Badenixe im Waldbach (Wikimedia commons); Begleitbild für Heinrich von Strelingen aus dem zwischen 1300 und 1340 erstellten Korpus des Codex Manesse (Manessische/Große Heidelberger Liederhandschrift), der bedeutendsten Sammlung mittelalterlicher Lieder und Gedichte (Wikimedia commons). Begleitbild für Konrad von Altstetten aus dem zwischen 1300 und 1340 erstellten Korpus des Codex Manesse (Manessische/Große Heidelberger Liederhandschrift), der bedeutendsten Sammlung mittelalterlicher Lieder und Gedichte (Wikimedia commons)
Hintergrundmusik: Orangimusik (Indonesien): Instrument. 12092021 (Pixabay)
Hintergrundmusik Walthers Minnelieder: Vlad Bakutov: Mountain Knight Castle (Pixabay)
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