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Charles Baudelaires Gedichtsammlung „Les Fleurs du mal“ (Die Blumen des Bösen). Ein Überblick mit neu übersetzten Gedichten

Charles Baudelaires dichterischer Blumengarten verströmt die unterschiedlichsten Düfte. Die erlesensten unter ihnen ermöglichen das, was Baudelaire als vornehmstes Ziel seiner Dichtung ansah: Sie lassen „einen Blick ins Paradies erhaschen“. – Ein dichterischer Blumenstrauß mit Kommentaren, die sich auf eigene poetologische und philosophische Überlegungen Baudelaires stützen.

Die Bedeutung von „le mal“ ist komplexer, als es die Übersetzung der „Fleurs du mal“ als „Blumen des Bösen“ vermuten lässt. So sind auch Baudelaires dichterische Blumen nicht unbedingt dem „Bösen“ entwachsen.

Baudelaires „Fleurs du mal“ sind weniger Blumen des Bösen als Blumen über das Böse und seine Bedeutung für die menschliche Existenz.

Das menschliche Leben ist wie eine Lawine, die auf einen Abgrund zurollt. In vielen Gedichten Charles Baudelaires wird diese Disharmonie inhaltlich zum Ausdruck gebracht, zugleich aber mit dem Trost einer harmonischen Form verbunden.

Als „Blumen der Nacht“ verweisen die „Fleurs du mal“ auf einen qualitativ anderen Realitätsbezug, der sich sowohl von der Welt des Effizienzdenkens als auch von dem strengen Regelwerk der klassischen Ästhetik abgrenzt.

Wer in der Welt des Nützlichkeitsdenkens die „Idee der Schönheit“ verteidigt, macht sich selbst zum „bösen“ Außenseiter. Dies lässt sich auch an Baudelaires Biographie ablesen.

Episode 8: Innere und äußere Harmonie

Das „Schöne“ war für Baudelaire ein Ausdruck für die vollkommene Harmonie. Diese in sich selbst wie in der Natur zu empfinden, war für ihn auch eine Voraussetzung für „harmonische“ soziale Verhältnisse.

Episode 9: Baudelaire und die Frauen

Die Frau war für Baudelaire eine Art göttliches Wesen, das seinen Jüngern ebenso Höllenqualen wie die Ahnung einer himmlischen Erlösung bescheren kann.

Coverbilder:

Charles Baudelaire, fotografiert von Félix Nadar (1855) Wikimedia commons; Georges-Antoine Rochegrosse (1859 – 1938): Charles Baudelaire (1917); als Frontispiz für die Fleurs du mal verwendet, nach einem Druck von Eugène Decisy (Brown University Library / Wikimedia commons);Franz von Stuck (1863 – 1928): Luzifer (1890)Sofia, Nationalgalerie der Schönen Künste (Wikimedia commons); Louis-Jean-François Lagrenée (1724 – 1805): Die Melancholie (1785)Paris, Musée du Louvre (Wikimedia commons); Victor Florence Pollet (1811 – 1883): Selene und Endymion(zwischen 1850 und 1860; Ausschnitt); Wikimedia commons; Edvard Munch (1863 – 1944): Verzweiflung (1894) Oslo, Munch Museum (Wikimedia commons); Edvard Munch (1863 – 1944): Melancholie (1894)Wikimedia commons; Claude Monet (1840 – 1926): Garten in Giverny (1900)Paris, Musée d‘Orsay (Wikimedia commons); Jane Atché (1872 – 1937): Frau mit Mohnblume; Bild zu einem Gedichtmanuskript von Charles Baudelaire; Rabastens/Südfrankreich, Musée du Pays rabastinois (Wikimedia commons)

Hintergrundmusik Podcast: Light_music: Memories returning (Pixabay)

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Antworten zu „Charles Baudelaires Gedichtsammlung „Les Fleurs du mal“ (Die Blumen des Bösen). Ein Überblick mit neu übersetzten Gedichten“

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